Die Himmelstreppe auf der Halde Norddeutschland

Himmelstreppe


Eine der Landmarken der Halde Norddeutschland ist die 2007 als Kunstwerk errichtete "Himmelstreppe". 359 Stufen überwinden ca. 52 Höhennmeter und führen auf kurzem Weg zum Haldentop. Das Kunstwerk entfaltet speziell in der Dunkelheit seine Anziehungskraft. Die im Handlauf der Treppe angebrachten LED-Leuchten weisen einen direkten Weg nach oben, ziehen magisch an, machen aufmerksam und neugierig.

Sich im Wind wiegen
Entstanden ist eine leicht aufgeständerte, beleuchtete Stahltreppe, die auf Stützen gelagert ist und langsam in den Berg wächst. Daher schweben die Treppenteile 1- 3 zunächst ca. 60 cm, später ca. 30 cm über den Boden, der oberste Treppenteil, Teil 4, liegt in Konsequenz erst auf und wächst im oberen Drittel dann in den Boden um ca. 60 cm ein. Nach dem ersten Treppenteil (vom Haldenfuß aus gesehen) wird der Nutzer über eine Steganlage durch das vorhandene Feuchtbiotop, einen Schilfgürtel, geführt. Ähnlich wie sich das Schilf im Wind wiegt, so soll auch der Benutzer das Gefühl haben, "gewiegt zu werden": Denn der Steg ist so konstruiert, das er bei Benutzung sanft zum Schwingen gebracht wird.

 

Die Himmelstreppe auf der Halde Norddeutschland

Die Unterteilung der "Himmelstreppe" in vier Treppenabschnitte und einer Steganlage folgert aus den landschaftlichen Gegebenheiten. Unterschiedliche Böschungsneigungen geben unterschiedliche Stufenmaße vor. Die Treppenwangen sowie die Stufen bestehen aus Stahlblech. Die LED-Lichtlinie befindet sich in der ca. 60 mm langen Abkantung, welche gleichzeitig als Geländer ausgebildet ist. Die Unterkonstruktion der Treppenläufe ruht auf zwei parallel verlaufenden Stahlträgern. Rammpfähle, in den Berg versenkt, tragen diese. Das Stahlblech ist feuerverzinkt und hat den Farbanstrich des Hallenhauses - anthrazit (Pigmentfarbe Deutsche Bundesbahn Norm) erhalten. Die Stufen haben ein Eigengefälle und sind teilweise mit Bohrungen zur Entwässerung sowie mit rutschhemmendem Anstrich versehen.

Die Steganlage zwischen den Treppenteilen 1 und 2 (vom Haldenfuß aus gesehen) überspannt in Längsachse der Treppe das Feuchtbiotop. Die Stahlplatten ruhen auf Stahlträgern, die ebenfalls auf Rammpfählen verankert sind. Ihre Laufflächen sind ebenfalls rutschhemmend ausgebildet, die Stahlteile erhalten die selbe Farbgestaltung wie die Treppenelemente. LED-Leuchtkörper führen, die seitlichen Ränder der Stahlplatte markierend, die LED-Lichtlinie der Treppenabschnitte in der Horizontalen weiter.

 

Die Himmelstreppe auf der Halde Norddeutschland bei Nacht

Die Landmarken "Himmelstreppe" und "Hallenhaus" entfalten mit ihrer Beleuchtung von 17 bis 22 Uhr ihre volle Kraft. Sie stehen in erster Linie als Symbole für den Strukturwandel dieser Region, nehmen darüber hinaus jedoch auch weitere Funktionen wahr. Im konkreten Fall der Himmelstreppe: den direkten und steilen, jedoch kurzen Aufstieg zum Haldentop, die sportliche Herausforderung für "Himmelstürmer".