Das Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland

Hallenhaus


Eine der Landmarken der Halde Norddeutschland ist das 2006 errichtete "Hallenhaus". Dieses Kunstwerk der Planergruppe OBSERVATORIUM (Rotterdam), ein Stahlgerüst in Form eines Hallenhauses thront an exponierter Stelle auf dem Haldentop und ist gut sichtbar von der A 57 und der Geldernschen Straße. Das Skelett des Hallenhauses wird einerseits als Verweis auf die Vergangenheit der Landwirtschafts- und Industriearchitektur unserer Region verstanden, andererseits steht es als Symbol für den Strukturwandel.

Architektur als Sinnbild der Region

Das Hallenhaus besteht aus Modulen unterschiedlich geformter Stahlgerüste - der rechteckigen, der Satteldach- und der kubischen Einheit. Zusammengesetzt und aneinandergereiht erreicht das Hallenhaus die Abmessungen von 15 x 18 m bei einer Firsthöhe von 10 Metern. Zwei Module sind herausgenommen und, ebenfalls im Abstand des Haus-Rasters, in den Vorhof, den sogenannten Thingplatz, platziert worden. Ein Symbol für die Veränderbarkeit bzw. Ergänzung des Gesamtraumes.

 

Das Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland in der Abenddämmerung

Das Stahl-Skelett selbst ruht, der Akropolis in Athen ähnlich, auf einem "Sockel", welcher als klare, umlaufende bauliche Kante angelegt ist und damit eine harte Abgrenzung zum Gelände bildet. Das Gelände schließt sich mit einem Höhenunterschied von ca. 40 bis 45 cm an, so dass man den Sockel als Sitzstufe nutzten kann. Die Stahlmodule selbst sind aus HEA-Profilen (breite Doppel-T-Träger) konstruiert, die mit Pigmentfarbe (Deutsche Bundesbahn Norm) anthrazit gestrichen wurden. Das Hallenhaus hat sich aufgrund seiner exponierten Lage als einer der Anziehungspunkte der Halde herauskristallisiert:

  • es markiert den Punkt der Halde, von dem aus man den "Überblick" hat

  • man fühlt "sich begrüßt", wenn man sich der Region über die Autobahnen A 42 und A 57 Neukirchen-Vluyn nähert

  • es ist die Verlängerung des Neukirchener Rings von Süd nach Norden fahrend

  • es ist der Ort, von dem Aktivitäten für die Halde und Umgebung ausgehen, wo man sich begegnet, trifft, ins Gespräch kommt, gemeinsam feiert

Vom Dachfirst des Hallenhauses aus senden drei Strahler ihr Licht in die Region, machen damit auch bei Dunkelheit aufmerksam und neugierig auf die Halde und ihre Angebote.

Mit der Beleuchtung des Hallenhauses und der "Himmelstreppe" wurde gleichzeitig auch die Halde mit Strom erschlossen. Eine Versorgungsstation ist in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hallenhaus vorhanden. Bei Veranstaltungen besteht nunmehr die Möglichkeit, dort "anzudocken". Veranstaltungen sind jedoch anzumelden und bedürfen einer Genehmigung.